DRK warnt vor Falschen Mitarbeitern

Der Landesverband des Deutschen Roten Kreuz Berlin warnt aktuell vor falschen Mitarbeitern. Demnach sollen die Betrüger versuchen, als DRK-Mitarbeiter getarnt, Geld von Senioren zu erbeuten.

Deutsches Rotes Kreuz.|Foto: DLB

„Betrüger sind einfallsreich, sie geben sich als Handwerker, Mitarbeiter des Ordnungsamts oder der Polizei aus, um Senioren um ihr Geld zu bringen. Aktuell sollen in Berlin Kriminelle unterwegs sein, die vorgeben, Mitarbeiter des DRK zu sein, um Einlass in Wohnungen von Senioren zu bekommen.“, so das DRK Berlin in einer Pressemitteilung.

„Einer Seniorin sollen bereits 300 Euro gestohlen worden sein. Die Männer sollen mit falschen DRK-Ausweisen und Mitgliederlisten ausgestattet sein.“, so Regina Radke-Lottermann, Pressesprecherin des DRK-Landesverband Berlin e.V..

Deutsches Rotes Kreuz.|Foto: DLB

Gudrun Sturm, Vorsitzende des Vorstands des DRK Landesverbandes Berliner Rotes Kreuz, empfiehlt allen Senioren: „Wenn jemand bei Ihnen anruft und sich als DRK-Mitarbeiter ausgibt, der mit Ihnen einen Besuchstermin vereinbaren möchte, seien Sie vorsichtig. Wenn Sie Zweifel haben, rufen Sie bei uns im Kundenservicecenter unter Tel. 600 300 800 an und lassen sich den Termin bestätigen. Dann sind Sie auf der sicheren Seite. Im Notfall können sich unsere Hausnotruf-Kunden auch über ihren Hausnotruf bei uns melden.“  

Polizei warnt vor Trickbetrug im Zusammenhang mit COVID-19

Auch die Pressestelle der Polizei Berlin warnte vor rund einer Woche vor Trickbetrügern. In diesem Zusammenhang sollen sog. Enkeltrickbetrüger angeben, sich mit dem SARS-CoV-2-Virus infiziert zu haben und nun teure Medikamente zu benötigen.

Tipps der Polizei gegen Enkeltrick:

  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an unbekannte Personen!
  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht selber mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer anruft, sondern fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, ihren Namen selbst zu nennen.
  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis.
  • Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen. Nehmen Sie sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen. Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen lange bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
  • Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert: Besprechen Sie dies mit Familienangehörigen oder anderen Ihnen nahestehende Personen.
  • Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, informieren Sie unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110.
  • Sind Sie bereits Opfer eines Enkeltricks geworden, zeigen Sie die Tat unbedingt bei der Polizei an. Dies kann der Polizei helfen, Zusammenhänge zu erkennen, andere Personen entsprechend zu sensibilisieren und die Täter zu überführen.
  • Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen (aus Herta Schmidt wird beispielsweise H. Schmidt) oder Ihren Eintrag streichen. So können die Täter Sie gar nicht mehr ausfindig machen. Zum Ändern eines Telefonbucheintrags wenden Sie sich an die Telekom.
  • Bewahren Sie Ihre Wertsachen, z.B. höhere Geldbeträge und andere Wertgegenstände nicht zuhause auf, sondern auf der Bank oder im Bankschließfach.

Die Ansprechpartner für Seniorensicherheit des Landeskriminalamtes sind für weitere Fragen telefonisch unter der Rufnummer (030) 4664–979222 zu erreichen.

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